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Städtepartnerschaft aufgefrischt – und Parallelen entdeckt

Austausch von Grussbotschaften und Geschenken im Rathaus von San Damiano.

Mit einem Kurzbesuch zwischen den Weinreben des Piemont und einem offiziellen Empfang im Rathaus frischte Kriens am vergangenen Wochenende die Städtepartnerschaft mit San Damiano d’Asti auf. Der Besuch weckte Vorfreude auf die Kulinarische Wanderung 2018, bei der in noch nicht genau bekannter Form auch das 20jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft gefeiert werden soll.

Die Partnerschaft und das Jubiläum könnten dabei 2018 sogar in ganz speziellem Rahmen stattfinden. Denn beide Gemeinden bezeichnen sich heute als «Dorf». San Damiano aber hätte mit rund 9'000 Einwohnern aus historischer Sicht längst das Recht, sich Stadt nennen zu dürfen. Kriens hätte die entsprechende Grösse (27'000 Einwohner) und stellt aktuell Überlegungen in eine ähnliche Richtung an. Sie muss dafür aber nicht «Bern» fragen, sondern das Volk. Während San Damiano den Bescheid aus Rom im März 2018 erwartet, dürfte in Kriens im gleichen Monat die Volksabstimmung zur neuen Gemeindeordnung stattfinden. Eine der dann vom Stimmvolk zu beantwortenden Frage wird jene nach dem Selbstverständnis sein – und eben nach dem Stadt-Begriff...

Diese Parallele zwischen den beiden Partnerstädten entdecken San Damiano und Kriens am vergangenen Wochenende, als rund 50 Personen aus Kriens im Piemont zu Gast waren. Organisiert hatte die Reise das OK der alle zwei Jahre in Kriens stattfindenden Kulinarischen Wanderung, deren Grundidee ebenfalls aus San Damiano stammt. Wenn in Kriens keine Wanderung stattfindet, führt das OK jeweils eine geführte Reise ins Piemont durch mit Besuch der historischen Altstadt von San Damiano und der umliegenden Weinberge.

Nach dem Besuch von Asti und dem Markt in Alba besuchte die Schweizer Delegation am Samstag das Weingut von Franco Francesco, von dem bei der Kulinarischen Wanderung jeweils insbesondere der Moscato stammt. Der süsse, zum Dessert gereichte Wein ist bei vielen Dauergästen der Wanderung Inbegriff für italienische Lebensfreude schlechthin. Nach einem Rundgang durch das Weingut genossen die Teilnehmenden eine Weindegustation in typisch piemontesischer Gastfreundschaft. Beim abschliessenden Spaziergang durch die herbstlich-bunten Weinreben gab es viele spannenden Informationen. So etwa, dass es in der Region das letzte Mal im Mai 2017 geregnet habe und die Natur folglich sehnlichst auf den für den Sonntag angesagten Regen warte...

Nach dem Besuch auf dem Weingut wurde die ganze Gruppe im historischen Stadthaus von San Damiano von einer Delegation des Stadtrates empfangen. Matthias Senn, Vizepräsident des Gemeinderates aus Kriens, überbrachte dabei den Gruss und die Gastgeschenke aus der Schweiz. Mit drei Mitgliedern des Gemeinderates (Matthias Senn, Lothar Sidler, Franco Faé) und dem Präsidenten des Einwohnerrates (Rolf Schmid) war die Krienser Delegation auch dieses Jahr hochkarätig, was die Gastgeber in San Damiano würdigten. Dabei betonte Matthias Senn, dasss es wichtig sei, die Städtepatnerschaft regelmässig wieder aufzufrischen. Solche Partnerschaften seien ja nur dann sinnvoll, wenn sie auch gelebt würden. Der Austausch mit Reise und Kilinarischer Wanderung sei da ein sehr gutes Modell dafür. Kriens freue sich, wenn 2018 möglichst viele Gäste aus San Damiano wieder nach Kriens kämen zur Wanderung.  

Beim Empfang im repräsentativen Büro von Sindacco Mauro Caliendo erlebte die Besuchergruppe aus der Schweiz, dass die Städtepartnerschaft den Verantwortlichen in San Damiano sehr wichtig ist. Vize-Sindacco Giorgio Gilardetti, der auch die Führung durch Stadthaus, Galerie und Kirche leitete, begrüsste die Gäste aus Kriens. Dazu trug er die obligate «Schleife», die inzwischen auch in Kriens für «Staatsbesuche» dieser Art vorhanden ist. Auf viel Echo stiess auch die neu geschaffene Geschenkbox, die mit farbigen Bildern die Schönheit der Region Kriens dokumentiert.

Beim abschliessenden Nachtessen mit der Weinbauern-Genossenschaft von San Damiano wurden dann aktuelle Themen und die Kulinarische Wanderung 2018 in Kriens diskutiert. Vorallem aber wurde auch die Gastfreundschaft genossen, welche die Weinbauern mit einem gemütlichen Abend ermöglichten. Von den Weinbauern wird auch 2018 wieder ein Grossteil des Weines stammen, wenn die Kriens die Kulinarische Wanderung stattfindet. Die Weinbauern dankten dabei für die jahrelange Zusammenarbeit und drückten ihre Vorfreude aus, im kommenden Jahr wieder bei der Wanderung mit dabei zu sein.

Auf der sonntäglichen Rückfahrt machte die Krienser Delegation dann noch Halt im Vercelli, wo es spannende Informationen gab zum Thema Reis. Natürlich auch dort mit den entsprechenden Weinen aus der Region.

 

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Kulinarische Wanderung 2018
Am 2. September 2018 ist die Kulinarische Wanderung geplant. Interessenten können sich vor der offiziellen Öffnung des Anmeldeverfahrens per Mail über alle Eckdaten informieren lassen. Teilnehmende, die sich in den Vorjahren selber abgemeldet hatten, werden ebefnalls direkt informiert. Für Anmeldemail eintragen

Reiseinteressenten für 2019
Interesse deponieren, falls 2019 wieder eine Reise ins Piemont angeboten wird: Interesse deponieren 

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