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Kulturpreis geht an Bruno Murer

Bruno Murer

Die Wahrnehmung neu vermessen

Der Krienser Kulturpreis 2017 geht an den Künstler Bruno Murer. Die Kraft seines Schaffens verlangt Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung und macht, dass sein Werk relevant und ein Beitrag zu den gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit ist.

Bruno Murer wurde 1949 in Beckenried geboren, besuchte die Schulen in Luzern, liess sich zunächst zum Vermessungsingenieur ausbilden und arbeitete als Raumplaner. An der Hochschule für Gestaltung und Kunst erwarb er 1984 das Zeichenlehrerdiplom und arbeitet seither als freischaffender Künstler. Er lebt in Kriens, wo er in seinem Atelier im Schulhaus Gabeldingen und zuletzt in einem Raum auf dem Areal Schappe Süd arbeitete. Heute befindet sich sein Atelier in Alpnach. Wiederholt stellte er im Museum im Bellpark aus. 1986 erhielt er den Anerkennungspreis der Stadt Luzern, 1987 ein Eidgenössisches Kunststipendium. 2001 wurde ihm das Atelier der Innerschweizer Kantone in New York zugesprochen.

Die Bilder und Zeichnungen von Bruno Murer sind kräftig und impulsiv. Ihre Kraft und Impulsivität, der expressive Einsatz der Farben, die rhythmisch bewegten Striche der Zeichnungen sprechen für die Intensität der künstlerischen Auseinandersetzung, mit der der Künstler seit mehr als drei Jahrzehnten nicht nur Bildereignisse auf der Oberfläche schafft, sondern in die Tiefe des Sehens und des Gestaltens vordringt.

Der Mensch in seiner Umwelt, wie er sich zu Tieren und Pflanzen stellt, wie er seine Mitwelt wahrnimmt, das ist die andere grosse Frage, die Bruno Murer in seiner künstlerischen Arbeit umtreibt.

In der Malerei, in Zeichnungen, Holzschnitten und Holzobjekten findet der Künstler Bruno Murer immer neue Antworten auf seine Fragen und fordert mit ihnen die Betrachter seiner Bilder und Werke heraus.

Die Kulturpreis-Übergabe findet im November im Rahmen einer öffentlichen Feier im Museum Bellpark statt.