Holzschlag

Störfaktor
Während einigen Tagen hören Sie hier im Wald das Heulen der Kettensägen, vielleicht begegnen Sie Traktoren und Holzerntemaschinen. Doch bald ist wieder Ruhe im Wald ... vielleicht aber auch mehr (sinnvolle) Unordnung.

Schlaggewinn
Auch im Wald muss die alte der jungen Generation Platz machen. Das ist lebenswichtig: Holzschlag bringt Licht in den Wald. Vielfältiges junges Leben keimt auf. Junge Bäume bekommen Platz und wachsen gesund heran. Schutzwald bleibt stabil und schützt vor Erdrutsch, Murgang, Steinschlag, Hochwasser. Und wir gewinnen Bauholz, Brennholz, Industrieholz zur Papier- und Zelluloseherstellung.

Pflegeziele
Die Gemeinde Kriens pflegt ihre Wälder naturnah und nachhaltig. Ein naturnah gepflegter Wald ist, dem natürlichen Standort angepasst, vielfältig zusammengesetzt. Ein nachhaltig gepflegter Wald erfüllt seine Funktionen dauerhaft, über Generationen. Dazu braucht es auch die unordentlich herumliegenden Ast- und Holzreste: Sie verrotten, sind Nährstoff für künftiges Baumwachstum.

 



Ein Baum wird gefällt! –
Die Bilder dazu

Achtung Holzschlag! Da müssen Sie Abstand halten. Aus Sicherheitsgründen können Sie das Fällen eines Baumes nicht live mitverfolgen. Auf den folgenden Bildern sehen Sie aber die Arbeitsschritte, die es für das fachgerechte Fällen eines Baumes mit Motorsäge und Handwerkszeug braucht.

 

Die Fichte wird fallkerbseitig geschrotet. Hier wird die Fallkerbe angepasst.
Fallkerbe bestimmt die Fallrichtung des Baumes. Schroten = Entfernen der Wurzelanläufe.

 

Der Fällschnitt wird als gezogener Fächerschnitt angesetzt.
Fällschnitt: Er trennt den Stamm vom Wurzelstock. Fächerschnitt = Fällschnitt, bei dem das Sägeschwert fächerförmig geführt wird.

 

Der Forstwart beginnt unterhalb des Fällschnitts mit dem Heraussägen einer Aussparung für den hydraulischen Fällheber.

 

Die käsebissen-förmige Aussparung für den hydraulischen Fällheber ist fertig.

 

Der hydraulische Fällheber ist eingesetzt und vorgespannt, der Forstwart fährt weiter mit dem Sägen des Fällschnitts.

 

Der Forstwart hat den sicherheitshalber einen Keil eingeschlagen. Hier begradigt er das Band auf der linken Seite.
Band: Der Stamm wird beim Fällschnitt nicht ganz durchgeschnitten. Es bleibt ein Band, das wie ein Scharnier den Baum in die gewünschte Fällrichtung führt.

 

Nach wenigen Pumpenstössen mit dem hydraulischen Fällheber beginnt der Baum zu fallen. Der Forstwart läuft zu seinem Rückzugsort.
Rückzugsort = Ort, an dem der Forstwart ungefährdet den Fall des Baumes beobachten und auf Gefahren wie herabstürzende Äste, mitgerissene Nachbarbäume oder eine unvorhergesehene Fallrichtung des Baumes reagieren kann. Der Rückzugsort wird vor dem Fällen des Baumes bestimmt.

 

Der Baum fällt in die vorgesehene Richtung. Das Band bricht, der Baum dreht sich leicht nach links, schlüpft durch die Kronen der Nachbarbäume und kracht dann zu Boden.

 

 

Bildnachweis:
Bild 1 - 7: Stephan Isler,   http://www.waldschweiz.ch/schweizer-wald.html 

 


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